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Hast Du Dein Zepter abgegeben?

Warum viele Menschen sich selbst nicht mehr vertrauen

Eine Frau im rockabilly Stil ist verwirrt, weil viele Einflüsse auf sie einprasseln, die sie zu einer Entscheidung bewegen wollen. YouTube, Experten, etc. Dabei sitzt ihre Werte-Elefantin neben ihr und empfiehlt: Hör auf Dein Herz

Fällt es Dir manchmal schwer, Entscheidungen zu treffen?


Du zerdenkst es, machst Pro- und Contra-Listen, schaust noch ein YouTube-Video – und am Ende triffst Du doch keine Entscheidung. Auch keine Entscheidung zu treffen ist eine Entscheidung – eine Wahl.


Mir ging es lange so, dass Entscheidungen so schwierig für mich waren, dass ich sie oft gar nicht getroffen habe. Dann entscheidet das Leben oder jemand anders für uns. Bei mir hat sich das irgendwann so angefühlt, als würde ich gar nicht mein Leben leben.


Kennst Du das?


Dann ist dieser Artikel für Dich. Ich will Dich damit zu einer Entscheidung einladen, die in meinem Leben alles verändert hat: mein Zepter in die Hand zu nehmen.


Dein Zepter ist das Symbol für die Summe der Entscheidungen, die Du triffst. Es symbolisiert die Macht Deiner Wahl, Deines freien Willens. Es repräsentiert Deine Fähigkeit und Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen.


Schon Aristoteles hat gesagt: Wir sind, was wir wiederholt tun. Er hat nicht gesagt, eine große Entscheidung verändert Dein Leben, sondern: Die Summe Deiner kleinen Entscheidungen formt Deinen Charakter.

Der Neurologe und Psychiater Viktor Frankl kam zu einer ähnlichen Erkenntnis. Er sagte:

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Freiheit.“

Für Frankl wird der Mensch immer wieder durch seine Antwort auf das Leben geformt. Nicht durch das, was ihm passiert – sondern wie er darauf reagiert. Er betonte immer wieder, dass wir auch eine Entscheidung treffen, wenn wir uns nicht entscheiden. Auch das ist eine Wahl.


Die moderne Psychologie stimmt dem zu. Der Psychologe Roy Baumeister und viele Verhaltensforscher zeigen: Ein großer Teil unseres Lebens entsteht durch Entscheidungen, die wir kaum bemerken. Unsere Gewohnheiten, unsere alltäglichen Verhaltensmuster und unsere Fähigkeit, uns selbst zu regulieren, prägen, wer wir sind und wie unser Leben aussieht.

Stellt sich also die Frage:

Wie treffen wir eigentlich Entscheidungen?


Seit Descartes entwickelte sich in der westlichen Kultur zunehmend die Vorstellung, dass Vernunft die höchste Instanz menschlicher Erkenntnis sei. Im Laufe der Aufklärung, Industrialisierung und Moderne wurde daraus oft die Annahme, gute Entscheidungen müssten möglichst rational getroffen werden und Gefühle seien eher Störfaktoren.


Die moderne Emotions- und Neurowissenschaft zeigt jedoch zunehmend, dass Gefühle nicht das Gegenteil von Vernunft sind, sondern ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Entscheidungsfähigkeit.


In den 80er Jahren hat Antonio Damasio, Professor für Neurowissenschaft, der Emotionen, Bewusstsein und Entscheidungsprozesse erforscht, eine spannende Entdeckung gemacht, die das Weltbild der Psychologie auf den Kopf gestellt hat. Ich mag Dir kurz den Fall Elliot schildern.


Die Geschichte von Elliot

Elliot war ein intelligenter, erfolgreicher Geschäftsmann. Durch einen Tumor musste ein Teil seines Gehirns operativ entfernt werden. Dabei wurden Bereiche geschädigt, die eng mit der Verarbeitung von Emotionen verbunden sind.

Nach der Operation schien zunächst alles in Ordnung:

  • Sein IQ war unverändert.

  • Sein Gedächtnis funktionierte.

  • Seine Sprache war intakt.

  • Seine Logik war hervorragend.

Trotzdem zerfiel sein Leben.

Er verlor:

  • seinen Job,

  • seine Ehe,

  • sein Vermögen.

Das Rätsel

Wenn man mit Elliot sprach, konnte er Probleme brillant analysieren. Er konnte stundenlang Vor- und Nachteile verschiedener Optionen aufzählen. Aber er konnte sich kaum entscheiden.

Selbst einfache Fragen wie:

„Treffen wir uns nächste Woche Dienstag oder Mittwoch?“

konnten ihn minutenlang beschäftigen.

Damasios Erkenntnis

Antonio Damasio stellte fest: Elliot fehlten nicht Informationen. Ihm fehlte die emotionale Bewertung der Informationen. Sein Gehirn konnte nicht mehr spüren:

  • Was wichtig ist.

  • Was attraktiv ist.

  • Was riskant ist.

  • Was sich stimmig anfühlt.

Dadurch erschienen ihm viele Optionen gleich relevant.

Die Schlussfolgerung

Damasio entwickelte daraus die sogenannte Somatic Marker Hypothesis: Gefühle helfen uns nicht nur bei Entscheidungen. Sie machen viele Entscheidungen überhaupt erst möglich. Oder in einem Satz: Elliot zeigte, dass ein Mensch perfekt denken kann – und trotzdem kaum entscheiden kann, wenn die emotionale Orientierung fehlt.


Sollten wir also das tun, was in der Pop-Spiritualität gerne postuliert wird?


Folge Deinem Gefühl? Egal, was Dein Denker sagt?

Dann würdest Du Dein Zepter Deinen Gefühlen – beziehungsweise einem starken Gefühl – überreichen und das entscheiden lassen. Tatsächlich laufen genau so viele Entscheidungsprozesse ab, ohne dass uns das bewusst ist. Die Forscher haben inzwischen herausgefunden: Viele Entscheidungen werden unbewusst emotional vorbereitet. Der Verstand liefert häufig nachträgliche Erklärungen.


Wenn wir uns nicht oder nur schwer entscheiden können, liegt das oft daran, dass wir widersprüchliche Bewegungen in uns haben und den Kontakt zu unserem eigenen Erleben verloren haben. Unser Nervensystem versucht uns zu schützen, gleichzeitig stecken wir in einem Loyalitätskonflikt und sind überfordert von den vielen Möglichkeiten – so wird die Wahl zur Qual.


Dann erscheint es manchmal sehr erleichternd, wenn wir unser Zepter jemandem überreichen können, der eine Entscheidung für uns trifft. Wenn wir unsere Verantwortung abgeben können.

In unserer Kultur scheint das ziemlich normal. Wir delegieren oft die Verantwortung für unsere Entscheidungen an Experten. Wir übergeben das Zepter für unsere Gesundheit dem Arzt, die Verantwortung für die Bildung unserer Kinder der Schule und die Verantwortung für unser Glück dem Therapeuten oder einem Guru.


Du kannst Dein Zepter gar nicht abgeben

Viktor Frankl hat einmal gesagt:

„Wir sollten zur Freiheitsstatue an der Ostküste an der Westküste eine Statue der Verantwortung errichten.“

Er vertrat den Standpunkt: Freiheit ohne Verantwortung wird beliebig. Verantwortung ohne Freiheit wird Zwang.


Die Last der Verantwortung für die Entscheidungen in Deinem Leben bleibt immer bei Dir, auch wenn Du sie innerlich längst übergeben hast. Am Ende des Tages darfst Du für das geradestehen, was Du wählst – und auch für die Wahl, die Du nicht triffst.


Wer ist Schuld?

Mädchen mit Zauberstab und Elefant auf Weg zwischen Schildern; Text: Schuld blickt zurück, Verantwortung blickt nach vorne.

Wir kommen an dieser Stelle nicht drum herum, die Schuld mit einzubeziehen. Wir sind kulturell stark darauf geprägt, einen Schuldigen zu suchen. Meines Erachtens ist das genau der Grund, warum es uns manchmal so schwerfällt, Entscheidungen zu treffen. Wir haben Angst, dann Schuld an irgendetwas zu sein. Wenn ich mich gar nicht erst entscheide, dann kann ich auch keinen Fehler machen. Dann kann ich auch keine falsche Entscheidung treffen. Richtig?


Die Schuld ist ein großes Fass, das ich gerne mal mit Dir öffne. An dieser Stelle möchte ich es aber einfach halten. Die Schuld blickt zurück. Sie fragt:

Wer hat das verursacht? Welches Fehlverhalten ist schuld an dieser Situation?

Wir können uns diese Frage stellen. Sie hilft uns aber nicht weiter. Verantwortung tragen ist nicht gleichbedeutend damit, Schuld zu sein an etwas. Verantwortung kommt von antworten.

Sie ist nicht auf die Vergangenheit ausgerichtet, sondern auf die Zukunft. Verantwortung sagt:

Es ist jetzt wie es ist. Was kann ich im Rahmen meiner Möglichkeiten tun? Wie kann ich auf dieses Ereignis antworten? Was liegt in meinem Einfluss, um die Zukunft aktiv zu gestalten?

Also, hast Du Lust, die Verantwortung für Dich und Dein Leben zu übernehmen?


Dazu lade ich Dich mit meinem Wirken ein. Ich lade Dich ein, Dein Zepter bewusst in die Hand zu nehmen und so aktiv Dein Leben zu gestalten. Anzunehmen, was ist, und zu schauen, was Du daraus machen kannst. Das bedeutet nicht, alles kontrollieren zu müssen. Das Leben wird Dir auch weiterhin Überraschungen, Verluste, Umwege und Herausforderungen schicken.


Das Zepter bedeutet nicht Kontrolle! Es bedeutet, bewusst zu entscheiden, wie Du auf das antwortest, was das Leben Dir vor die Füße legt.


Wer hält Dein Zepter in Dir?

Fantasy-Runde mit Mädchen auf Thron, Krokodil, Elefant, Kind und Oktopus; Schilder: Die Entscheidung liegt bei mir.

Wenn Du Lust hast, die Verantwortung für Dich und Dein Leben zu übernehmen, ist der erste Schritt die Entscheidung, Dein Zepter in die Hand zu nehmen. Spiele einmal mit diesem Gedanken und beobachte die Entscheidungen, die Du in Deinem Leben so triffst. Und die Entscheidungen, die Du vor Dir herschiebst – und nicht triffst.


Du brauchst dabei gar nicht streng mit Dir zu sein. Es geht nicht darum, es richtig zu machen. Es geht nur um Bewusstsein. Zu erkennen, wann Du Dein Zepter im Geiste jemandem übergibst und es Dir spielerisch immer wieder zurückzuholen.


Nachdem wir bereits über den Prozess der Entscheidungsfindung gesprochen haben, weißt Du bereits, dass Deine Gefühle und Emotionen dabei eine wesentliche Rolle spielen. Vielleicht geht es Dir so, wie es mir lange ging: Du hast früh gelernt, dass es nicht richtig ist, zu fühlen, was Du fühlst. Also fällt es Dir nicht leicht, Deinem Gefühl zu vertrauen.


Mir hat es nicht geholfen, einfach zu sagen:

„Ich muss mir selbst endlich mehr vertrauen!“

Was mir wirklich geholfen hat, war, mein Zepter in die Hand zu nehmen und mich neugierig und mutig selbst zu entdecken. Mich dafür zu entscheiden, meine Verantwortung nicht mehr nach außen abzugeben.


Ich durfte aber feststellen: Auch wenn ich in mir mein Zepter beobachte, dann hat das mal mein innerer Kritiker, mal mein Verbiegeanteil und ein anderes Mal mein Verbindeanteil in der Hand.

Für mich persönlich wurde es hilfreich, mir meine innere Welt über Bilder und innere Personen zugänglich zu machen.


Das ist kein psychologisches Gesetz und auch keine allgemeingültige Wahrheit. Es ist die Art und Weise, wie ich meine innere Welt heute verstehe. Ich habe mir in mir eine erwachsene Repräsentanz erschaffen. Die Königin meines inneren Königreichs. Sie hört meinen inneren Personen zu und trifft am Ende des Tages die Entscheidungen.

Mädchen auf goldenem Thron mit Krone, Elefant und Schildkröte in bunter Märchenlandschaft; Schilder: Neue Wege, Mut, Freiheit.

Wenn ich ehrlich bin, fühlt die sich nicht immer so erwachsen an. Mich hat die Vorstellung, ich müsste diese weise Königin sein, die stets die richtigen Entscheidungen trifft, wahnsinnig unter Druck gesetzt. Drum hab ich entschieden, dass es im Moment nicht eine erwachsene Repräsentanz ist, sondern eher eine heranwachsende – eine Prinzessin. Eine Prinzessin, die bereits das Zepter in der Hand hält und sich selbst liebevoll erlaubt, Schritt für Schritt in diese Verantwortung hineinzuwachsen.


Wenn Du da auch Lust drauf hast, dann lad ich Dich mit meinem Wirken ein, Dein Zepter in die Hand zu nehmen und all die Personen und Gefühle in Dir, die heute Deine Entscheidungen treffen oder verhindern, kennenzulernen.


Ich halte Dir den Raum, in dem Du Dich neugierig entdecken kannst.


Du kannst direkt loslegen, indem Du die erste Entscheidung triffst: Nimm Dein Zepter in die Hand und fülle es mit Leben! Es geht dabei nicht darum, jemand anderes zu werden.

Es geht darum, die Person kennenzulernen, die längst da ist.


Ich wünsch Dir viel Freude dabei und freu mich, wenn ich Dich dabei begleiten darf. ❤️

 
 
 

Kommentare


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Vielleicht ist das Deine nächste Seelentür

Wenn Dich meine Geschichten berühren, zum Schmunzeln bringen oder neugierig machen, dann könnte es Zeit sein, Dein Zepter in die Hand zu nehmen.

 

Nicht um endlich jemand zu werden. Sondern um Dir selbst neugierig und liebevoll zu begegnen.

Unperfekt & lebendig.

Und mit einer Portion Humor. 👑

Schnapp Dir Dein Zepter & starte Dein EntdeckungsSpiel

Akasha Chronik-Gabrielle Orr-Liebe.png
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