Vom Wutwolf zum Wachhund: Deine Wut konstruktiv nutzen
- ymoerwald
- 18. März 2025
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Juni
Darf man eigentlich spirituell sein und wütend?
Ich frag für eine Freundin 😏

Erlebt man denn noch Wut, wenn man seinen inneren Frieden gefunden hat? Stellst Du auch einen hohen Anspruch an Dein Entwicklungs-Level und erlebst Dich manchmal in Reaktionen, die gar nicht dazu passen?
Wenn Du das hier abnickst, vermute ich, Du stehst unter Druck. Wenn persönliche Entwicklung für Dich bedeutet, dass Du „performen“ musst und Dich anstrengen solltest, „richtig“ zu sein, kann das kraftzehrend und stetig antreibend wirken.
Was wäre, wenn es hier in diesem menschlichen Spiel genau darum geht, alle Ebenen des menschlichen Bewusstseins zu erfahren? Auch die Wut?
Was, wenn wir nur im Einklang mit unserer Wut die Welt erschaffen können, in der wir leben wollen?
Die Wutkraft als treuer Wachhund
Darf unsere Wutkraft uns als treuer Wachhund zur Seite stehen, sichert sie unseren Raum. Dafür bedarf es kaum des Kampfes. Da genügt das frühzeitige Erspüren einer möglichen Überschreitung unserer Grenzen. Manchmal reicht schon ein scharfer Blick unseres Wachhunds, damit sie gar nicht erst passiert.
Agierst Du so mit Deiner Wut? Oder ist Deine Wut tief in Dir unterdrückt und rasselt dort als wilder Wutwolf an der Kette? Wehe, wenn der losgelassen wird ...
Der Trick, den meine Geistführerin Lumala mir dazu gezeigt hat, ist, meiner Wut auf der Ebene der Neutralität zu begegnen. Niemand ist schuld an meiner Wut. Sie ist mein innerer Gradmesser für mögliche Überschreitungen. Unterdrücken wir die Wut, weil wir glauben, sie wäre falsch, erleben wir sie nicht von ihrer Sonnenseite.
Wenn wir hier gemeinsam das goldene Zeitalter einläuten wollen, brauchen wir auch unsere Wutkraft als starken Wachhund an unserer Seite. Wir sind bei dem globalen Schauspiel an einem Punkt angekommen, wo wir das „Schlechte“ nicht länger unter den Teppich kehren können. Individuell wie auch kollektiv ist es jetzt Zeit für Integrität. Die gelingt uns, wenn wir auch unserer Wut gemeinsam Raum geben – neutral. Um klar zu positionieren, wie und wohin wir geführt werden wollen.
Würde braucht Wut

Sorgt Deine Wut neutral dafür, dass Dein Revier sicher ist? Oder findest Du sie eher oft unangebracht? Bist Du ungern unbequem für andere? Erfüllst Du lieber ihre Bedürfnisse als Deine eigenen? Dann lass uns hier einen Befreiungsschlag durchführen und Deine Wut liebevoll integrieren. Sie ist unverzichtbar für ein integres Sein in Würde.
Würde ist kein Geschenk, das Dir jemand überreicht, indem er Deine Würde achtet. Deine Würde kann von anderen nur in dem Ausmaß geachtet werden, wie sie Dir selbst lieb und teuer ist. Wir wahren unsere Würde, indem wir in Einklang mit unserer Intuition und unseren Werten agieren. Ohne unsere Wut, die uns zuverlässig mitteilt, was für uns stimmig ist und was nicht, können wir unseren Raum nicht liebevoll wahren.
Drum werden wir hier jetzt gemeinsam unseren Wutwolf zähmen und unsere Wut als treuen Wachhund integrieren. Um liebevoll und klar unseren Raum zu wahren. Wenn Du Deine Wut nicht länger verdrängst, kann sie Dir wie ein Wachhund zur Seite stehen. Sie signalisiert Dir sofort, wenn etwas oder jemand im Begriff ist, Deine Grenzen zu überschreiten. Als Wachhund kann sie Dein Revier sicher halten.
Wenn Wut auf Scham trifft

Ist Dir schon einmal die Hutschnur geplatzt und hinterher hast Du Dich dafür geschämt?
Erlebst Du die Wut auf der Ebene der Scham, katapultiert sie Dich geradewegs zu der Frage: „Bin ich ok so, wie ich bin?“
Wenn Du glaubst, wenn Du wütend bist, bist Du nicht ok, dann drängst Du Deine Wut hinab auf die niedrigste Frequenz des menschlichen Bewusstseins.: die Scham. Was Du dann erlebst, ist nicht die Wut selbst - es ist die Folge unterdrückter Wut. Da unten zeigt sich Deine Wut vermutlich wie ein wilder Wolf, der an der Kette rasselt.
Wenn Dir diese bissige Wut einmal gegen jemanden auskommt, transportiert sie vermutlich genau die Frequenz der Scham, auf der sie schwingt. So könnte sie Deinem Gegenüber mitteilen: „Du bist falsch, so wie Du bist.“
Das Ergebnis dieser Begegnung kann dazu führen, dass Du Dich in Deinem Glaubenssatz bestätigt fühlst: „Wenn ich wütend bin, bin ich nicht ok.“ Du wirst denken, dass Deine Wut kein konstruktives Werkzeug ist. Mach Dir bitte bewusst: Das ist nicht Deine Wut. Es ist die Folge Deiner unterdrückten Wut!
Die Wut auf die Ebene der Neutralität heben
Möchtest Du Deine Wutkraft gerne als konstruktives Werkzeug nutzen? Dann lass sie uns einmal auf die Bewusstseinsebene der Neutralität erheben. Nehmen wir einmal an, niemand wäre „schuld“ an Deiner Wut. Gehen wir auch davon aus, dass jegliche Wut, die sich in Dir zeigt, völlig legitim ist. Wann immer Dir Deine Wut ein Zeichen gibt, hat es dafür einen Grund. Nämlich, dass etwas, das hier vor sich geht, für Dich nicht in Ordnung ist. Dass Deine Energie anders fließen will.
Nimmst Du die Signale Deiner Wut zum Anlass, Deinen inneren Kompass nach Deiner stimmigen Ausrichtung zu fragen, dann kannst Du ihre Absicht sanft verwirklichen. Zum Beispiel etwas nicht tun, was Dein Gegenüber von Dir erwarten könnte. „Nein“ sagen. Oder ansprechen, was Dir hier nicht gefällt. Das gelingt besonders gut, wenn Du der Wut auf der Bewusstseinsebene der Neutralität begegnest.
Innenreise: Begegne Deinem Wutwolf
Vielleicht spürst Du beim Lesen bereits, dass Du aktuell noch keinen Wachhund an Deiner Seite hast. Vielleicht rasselt Dein Wutwolf noch an der Kette. Falls dem so ist, lass uns ihn jetzt gemeinsam besuchen. Ich möchte Dich zu einer kleinen Reise nach Innen einladen.
Schlüpf dafür gerne in Deine Schutzhülle, in der Du Dich rundum sicher und geschützt fühlst. Mache Dir bewusst, dass Dir nichts geschehen kann – was immer Du auf dieser Reise fühlst, findet nur in Deiner Phantasie statt.
Stelle Dir jetzt vor, Du wärst an einem vollkommen sicheren Ort. Diesen sicheren Ort packst Du in eine Schutzhülle um Dich herum. So kannst Du Dich bei der Reise in Deine Innenwelt vollkommen sicher fühlen. Zusätzlich kannst Du Deine Schutzkugel jetzt mit Neutralität füllen, mit der Du Deinem Wuthund begegnen möchtest.
Lade zusätzlich Dein geistiges Team ein, Dir für diese Transformation liebevoll den Raum zu halten. Dein geistiges Team liebt es, Dich zu unterstützen und wird sich freuen, wenn sie Dir dienlich sein können auf dieser Reise nach Innen.
Bereit? Dann lass uns nun in Deiner Schutzhülle in Deinen inneren Aufzug gleiten, der Dich sanft hinabführt, zu Deiner inneren Tiefe. Zu dem Verließ, in dem Dein Wutwolf eingesperrt ist. Du schwebst im Lift leicht über dem Boden und gleitest sanft hinab. „Bing“ macht der Lift, auf der Anzeigetafel steht: „Scham“.
In Deiner Schutzkugel kann es sich so anfühlen, als ob der Druck auf die Bubble stärker geworden wäre. Im Inneren badest Du noch immer in Deiner Sicherheit und Neutralität. Du gleitest auf den Flur hinaus und hörst dumpf im Inneren Deiner Hülle, wie Dein Wutwolf in seinem Verließ tobt.
Du erinnerst Dich, dass Du ihm ja aus der Perspektive der Neutralität begegnen möchtest. Das scheint ihn zu beruhigen, also dehnst Du Deine Neutralität weiter aus. Dabei kannst Du zu Dir sagen: „Meine Wut ist ok. Sie will mich schützen!“ „Ich akzeptiere meine Wut und bin bereit, ihr in Neutralität zu begegnen.“
Je mehr Du diese Energie ausstrahlst, desto ruhiger wird Dein Wutwolf. Inzwischen ist er still geworden. Du bist an der Eingangstüre zu seinem Verließ angekommen und machst Dich daran, die Schlösser zu öffnen. Du sagst zu Dir: „Meine Wut zeigt mir meine Grenzen und hilft mir, meinen Raum zu halten. Ich begegne ihr neutral.“
Als Du alle Schlösser entfernt hast, öffnest Du die große, schwere Tür mit einem lauten Quietschen. Vor Dir steht Dein verängstigt dreinblickender Wutwolf mit eingezogenem Schwanz. Er fürchtet, Du könntest ihn wieder strafen. Spürt aber gleichzeitig bereits die sanften Wogen der Neutralität, die ihn umgibt. Sie ihn Dir einmal an. Wie bist Du in der Vergangenheit mit ihm umgegangen? Hast Du ihn dafür gewürdigt, dass er Dich schützen wollte? Hast Du Dich schon einmal bei ihm bedankt? Vielleicht möchtest Du jetzt einmal die Gelegenheit wahrnehmen und das tun?
Bedanke Dich bei Deiner Wut
Du hast jetzt die Gelegenheit, Dich bei Deiner Wut zu bedanken. Dass sie Dich unermüdlich schützen will. Dir einen Raum schafft, in dem Du Dich wohl, geborgen und sicher fühlen kannst. Deine Wut sichert Dein Revier. Sie ermöglicht Dir, dass Du und Deine Lieben ihr Leben in der Form gestalten könnt, in der es sich stimmig anfühlt. Sie ist der friedvolle Krieger in Dir, der Dein Revier sicher hält.
Eigentlich ist Deine Wut gar nicht so wild, wie sie sich hier unten zeigt. Du hast sie hier heruntergeschickt. Vermutlich ist das im Zuge Deiner Anpassung an unsere Gesellschaft geschehen. Wirf nun einmal einen liebevollen, dankbaren Blick auf Deine Wut. Beobachte, wie sich Dein Wutwolf verwandelt, wenn Du ihm in dieser Neutralität und Dankbarkeit begegnest.
Vielleicht möchtest Du ihn ja einmal streicheln. Spürt er Deine Einladung und kommt schon mit wedelndem Schwanz auf Dich zu? Hat er seine wilden Züge bereits verloren? Kannst Du ihn als Deinen treuen Wachhund erkennen? Vielleicht magst Du Deinem Wuthund einmal mit Deiner ganzen Liebe begegnen. Ihm liebevoll zeigen, dass er sehr wertvoll für Dich ist. Sieh mal mit welchem Entzücken er Deine Liebkosung aufnimmt. Genieße eure liebevolle Begegnung.
Mit einem Mal bemerkst Du ein Ruckeln. Das Verließ scheint sich von der Ebene der Scham zu entkoppeln und setzt sich langsam aber stetig in Bewegung nach oben. Dabei scheint sich auch der Druck um Deine Schutzkugel zu verändern. Je weiter ihr gemeinsam nach oben reist, desto leichter scheint es um euch herum zu werden. Als würde die friedliche Begegnung, die ihr gemeinsam erlebt, sich auf eure Umgebung auswirken.
Mit der Zeit wird es schwierig zu unterscheiden, ob ihr euch tatsächlich aufwärts bewegt, oder ob der liebevolle Raum um euch herum sich aus eurem Inneren und eurer innigen Begegnung entfaltet. Deine Schutzhülle scheint mit der Zeit zu verblassen, weil alles, was sie umgibt, Liebe und Sicherheit ist. So wird die schützende Hülle eins mit Deiner Umgebung. Auch der Raum, in dem ihr reist, wird zunehmend freundlicher und gemütlicher.

Dein Wachhund ist in heller Freude und springt um Dich herum, bereit in Harmonie an Deiner Seite zu wirken. Du kannst jetzt mit ihm sprechen. Vielleicht möchtest Du ihn einmal fragen, was er sich von Dir wünscht?
Dein Wuthund weiß genau, in welchen Lebensbereichen Du klarer Deine Würde wahren kannst. Sprich doch einmal mit ihm und finde heraus, wo und wie Du in Zukunft klarer für Deine Bedürfnisse einstehen kannst.
Vielleicht möchtest Du Dir von Deinem Wuthund auch einmal Situationen zeigen lassen, in denen Du bislang Deine Bedürfnisse unterdrückt hast. Frage Deinen Wuthund, wie er Dich in Zukunft darauf aufmerksam machen kann, dass das nicht nochmal passiert. Macht euch aus, wie ihr in Zukunft miteinander kommunizieren könnt, so dass ihr gemeinsam dafür sorgen könnt, dass Dein Revier sicher ist.
Vielleicht hast Du auch einfach Lust, einmal mit Deinem Wuthund zu spielen. Wirf ihm ein Stöckchen, streichle ihn, tolle mit ihm herum. Du bist nun fest mit Deinem Wuthund verbunden. Ihr seid jetzt ein Team und könnt ab jetzt immer konstruktiver mit Triggern umgehen. Dabei ist euch beiden klar, dass ihr noch etwas Training braucht, um gut zusammenzuspielen.
So, wie Du mit einem Hund ein Training brauchst, bis er beifuß geht, so brauchst Du jetzt auch mit Deinem Wuthund eine Zeit, bis Du seine Signale konstruktiv umsetzen kannst. Das wird Dir von Tag zu Tag besser gelingen. Du wirst das Ergebnis lieben! Du wirst Deinen Wuthund lieben!
Mit der Zeit wirst Du große Freude daran haben, Deine Wut konstruktiv zum Ausdruck zu bringen. Für Dich und Deine Werte einzustehen. Dem Kompass Deines Herzens zu folgen. Mit Deinem treuen Wuthund an Deiner Seite.
Nimm Dir regelmäßig Zeit, Deinen Wuthund zu streicheln und zu fragen, ob er eine Botschaft für Dich hat.
Hol Dir die Hypnose „Vom Wutwolf zum Wachhund“
Wenn Du Deine Wut als innere Kraftquelle erleben willst, begleite ich Dich in einer geführten Hypnose auf eine intensive Reise zu Deinem inneren Wächter.
🌟 Du lernst:
Wie Du Wut als Schutzkraft nutzt
Warum sie nie gegen Dich war
Wie Du sie auf der Ebene der Neutralität integrierst
Wie Du Deinen inneren Wachhund trainierst, statt ihn anzuleinen
Hier kannst Du Dir die Hypnose anhören und so diese Transformation in Deinem Unterbewusstsein verankern: https://youtu.be/vt1G1bKSqX4 💛
Bist Du bereit, Deiner Wut eine Stimme zu geben – ohne zu schreien?
Dann ist dieser Weg genau für Dich.
Lass mich wissen:
Wie zeigt sich Deine Wut?
Wie gehst Du bisher mit ihr um?
Welche Rolle könnte Dein Wachhund übernehmen?
Schreib es mir in die Kommentare! Lass uns gemeinsam unsere Sympathie für die Wut kultivieren 💛





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